ALEXANDRA ! (gggermany) wrote in linguaphiles,
ALEXANDRA !
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proof reading ?

hello everyone,
i'm looking for someone german speaking to help proof read my best friend's [he's flemish] paper. the first section of his paper is completed, and while i speak german, i haven't got time to read it today. work is really busy at the moment.

i looked in the userinfo for this community and it said that proof reading something was okay, but not saying like "help can you write me a 4 page paper in russian due tomorrow?" so i think this is okay to post here.

the second part of his paper i will be able to translate tonight when i am done with work but he needs the first part proof read within the next few hours [i am hoping someone can help us now! :) ]. he asks that only extremely big mistakes should be pointed out, as well as any spelling mistakes that his spell check didn't find.

i am putting the first half of his paper under the LJ -cut. he's not looking to really drastically change any parts or any sentences, just to improve any grammar mistakes and possibly use better vocbulary words.


In dem "Rabbi von Bacherach" von Heinrich Heine lesen wir über die Flucht des Rabbis Abraham und seines Weib, die schöne Sara. Zugleich bekommen wir ein Bild des Judentums, das heißt die jüdischen Traditionen und einige Aspekte der jüdischen Vergangenheit. Die ganze Erzählung hindurch werden wir als Leser von einer dritten Person, heterodiegetische Erzähler durch den Roman gelotst. Manchmal schreibt dieser Erzähler sich fast in die Geschichte ein, aber gelegentlich tritt er auch aus die Geschichte hinaus. Das der Erzähler manchmal fast in die Erzählung aufgeht, hat damit zu tun, dass er jemand in dem Roman als Fokalisator darstellt. In diese Erzählung über Rabbi Abraham und die schöne Sara zeigt der Erzähler ein sehr großes Interesse für Sara. Als etwas momentan in die Geschichte geschieht, nehmen wir als Leser das immer durch die Augen der schönen Sara wahr. Sie ist der Fokalisator in dem "Rabbi von Bacherach". Was auffällt, wenn man diesen Roman liest, ist das obwohl sie der Fokalisator sei, dass ihre Worte kaum in der direkte Rede vorkommen. Es geschieht aber einige Malen, dass wir Sara in der direkte Rede sprechen hören. Im Vergleich mit dem Anteil direkte Rede von anderen Personen geäußert, ist das sehr merkwürdig. Wie müssen wir als Leser dieses Verhältnis zwischen Fokalisator und direkte Rede des Fokalisators interpretieren? Was ist die Beziehung zwischen Erzähler und Fokalisator? Was sagt das über die schöne Sara als Figur? Und wie trägt diese Tatsache bei zur Entwicklung der Erzählung?
Ich werde erst ein genaueres Bild von dem Erzähler zeigen und nachweisen, dass die schöne Sara tatsächlich der Fokalisator ist. Dann werde ich diese zwei Tatsachen verknüpfen und nachschauen, was das für die Entwicklung des Romans bedeutet. Schließlich kommt der Schwerpunkt meiner Hausarbeit, nämlich die direkte Rede in Bezug auf den Fokalisator, die schöne Sara.

1. Die Erzählperspektive
Ein erster Schritt in der Analyse des "Rabbi von Bacherach" ist das genauer Bestimmen der Erzählperspektive. Die erste Frage die dazu gehört ist die Frage nach der Erzähler und seine Funktion in dem Roman. Die nächste Erforschung muss die Position von der schönen Sara als Fokalisator bestimmen. Schließlich werden die zwei Ergebnisse verknüpft.

1.1. Der Erzähler
Der Erzähler ist eine dritte Person, der nicht an der Erzählung teilnimmt. Er ist also keine Person in dem "Rabbi von Bacherach". Hindurch den ganzen Roman gibt es diesen heterodiegetischen Erzähler. Er tritt auf als ein allwissender Erzähler, der Einsicht hat in sowohl der Vergangenheit als in dem "Heute". Dass der Erzähler die Vergangenheit kennt, lesen wir z.B. als die Geschichte anfangt mit einer Beschreibung von der alte Stadt Bacherach. Das macht der Erzähler auf eine typisch romantische Art und Weise. Er beschreibt die Landschaft auf eine fast poetische Weise. Da zieht er einen Vergleich zwischen die damaligen blühende Stadt Bacherach und die gegenwärtige Ruinen. Gegenwärtig heißt in diesem Kontext die Zeit, in der "Der Rabbi von Bacherach" verfasst ist. Schon am Anfang des Romans wird klar, dass dieser Roman Gegensätze als Motorik haben wird. Außerdem sorgt ein starke Dialektik - Aktion und Reaktion, oft durch Zufall entlockt- für eine schnelle Aufeinanderfolgen von Ereignisse. Doch gehört diese Beschreibung, sowie die Beschreibung der Judengasse in Frankfurt am Main, nicht zu der wirkliche Erzählung. Dass der Erzähler allwissend sei, zeigt sich namentlich vor allem in die Passagen, die über Rabbi Abraham und die schöne Sara sprechen. So gibt es z.B. den Rückblick nach die Vergangenheit, als Abraham und die schöne Sara beide noch Kinder waren und als Abraham die schöne Sara wider ihres Willens durch eine List verheiratet. Hier gibt der Erzähler deutlich an, dass er über dem Geschehen steht.
Konkret gibt es nämlich einen Erzähler, der zwei Sachen macht. Einerseits erzählt er die Geschichte von dem Rabbi und seinem Weib, die schöne Sara, anderseits hat der Erzähler auch die Absicht uns als Leser in die jüdischen Tradition und Geschichte einzuführen. Die Unterschied zwischen beiden ist ziemlich leicht spürbar. Wenn etwas Momentanes in Bezug auf die Erzählung des Rabbis und Saras erzählt wird, dann nehmen wir die Erzählung durch die Augen von einem Fokalisator wahr. In diesen Teilen gibt es denn auch oft direkte Rede. In dieser Passage hat man das Gefühl, dass der Erzähler sich fast in dem Roman einschreibt. Er nimmt alles ziemlich objektiv wahr - doch bemerkt man schon bald die Sympathie des Erzählers für die schöne Sara. Dieser Erzähler begleitet den Leser, der einige Informationen bekommen muss (z.B. dass der Rabbi sieben Jahre nach Spanien gezogen ist wird uns von dem Erzähler erklärt). Demgegenüber steht der stark anwesende Erzähler, der seines Wissen der jüdischen Kultur und Geschichte zum Ausdruck bringt. Auf diesen stark anwesenden Erzähler werde ich nicht weiter eingehen. Der andere Erzähler, der nur beobachtet, ist desto interessanter, da in diesen Passagen direkte Reden vorkommt. Die Frage, die sich jetzt aufdrängt, ist die Frage nach die Identität des Fokalisators.

1.2. Der Fokalisator
Wie schon oben erwähnt, muss man mit diesen zwei Arten von Erzählen rechnen. Einen Fokalisator gibt es nur als der Erzähler rein beobachtet. Durchhin den ganzen Roman zeigt dieser Erzähler ein großes Interesse für die schöne Sara. Der Erzähler folgt die schöne Sara fast wie ein Schatten. Das wird ganz klar, wenn der Rabbi und die schöne Sara in die Synagago hineintreten. Der Rabbi geht nach den männlichen Teil, demgegenüber gehen die schöne Sara und der Erzähler nach den weiblichen Teil der Synagoge. Ein andere Motivation um Sara als der Fokalisator zu betrachten, liest man in der Passage als der Rabbi die Kinderleiche entdeckt.

Derweilen nun die schöne Sara andächtig zuhörte, und ihren Mann beständig ansah, bemerkte sie wie plötzlich sein Antlitz in grausiger Verzerrung erstarrte, das Blut aus seinen Wangen und Lippen verschwand, und seine Augen wie Eiszapfen hervorglotzten; - aber fast im selben Augenblicke sah sie, wie seine Züge wieder die vorige Ruhe und Heiterkeit annahmen, wie seine Lippen und Wangen sich wieder röteten, seine Augen munter umherkreisten, ja, wie sogar eine ihm sonst ganz fremde tolle Laune sein ganzes Wesen ergriff. Die schöne Sara erschrak wie sie noch nie in ihrem Leben erschrocken war, und ein inneres Grauen stieg kältend in ihr auf, weniger wegen der Zeichen von starrem Entsetzen, die sie einen Moment lang im Gesichte ihres Mannes erblickt hatte, als wegen seiner jetzigen Fröhlichkeit, die allmählig in jauchzende Ausgelassenheit überging.

In diesem Ausschnitt kann man deutlich lesen wie Saras Gedanken und Gefühle wiedergegeben worden. Als Leser sieht man die Welt, wie die schöne Sara sie sieht und weißt man ihre Gedanke. Diese Art und Weise von Erzählen benutzt der Erzähler häufig. So kann man richtig beschließen, dass die schöne Sara tatsächlig der Fokalisator ist.
Doch muss man einige Bemerkungen machen. Die erste Bemerkung hat mit dem Schließen der Augen zu tun. Die zweite Bemerkung hat Bezug auf die Szene in der Synagoge. Beide Bemerkungen stehen im Zusammenhang, aber widersprechen einander vielleicht auf literarischen Ebene.
Währen der Erzählung, bittet der Rabbi der schöne Sara die Augen zu schließen, man denke an der Ankunft in Frankfurt am Main und die darauffolgende Wanderung. Normalerweise wurde die schöne Sara gehorchen, im Text lesen wir klar wie die schöne Sara "von jeher gewohnt, ihrem Manne blindlings und fragenlos zu gehorchen", aber sie macht es nicht. Jetzt können wir uns fragen, was das für den Erzähler bedeuten würde. Ist das der Erzähler der die Augen offen hält oder ist es doch, wider Erwartung, die schöne Sara? Ich glaube, es sei der Erzähler. Das kann man nachweisen mit einer zweite Bemerkung. Als der Erzähler und die schöne Sara in der Synagoge sind, gibt es auf neues die Bindung zwischen Erzähler und Fokalisator. Doch wird diese Bindung aufgehoben. Der Erzähler hört die Gespräche der Frauen zu und bemerkt erst denn, dass die schöne Sara in Ohnmacht sei.

[…] als plötzlich Hündchen Reiß laut aufkreischte: »Um Gottes willen, die fremde Frau liegt und stirbt... Wasser! Wasser!«
Die schöne Sara lag in Ohnmacht, blaß wie der Tod, und um sie herum drängte sich ein Schwarm von Weibern, geschäftig und jammernd. […]

Die schöne Sara ist also der Fokalisator, aber der Erzähler kann auch ohne Fokalisator die Welt beobachten. Sie haben eine starke Beziehung, aber diese ist nicht bindend.

1.3. Die Beziehung zwischen Erzähler und Fokalisator: Wie sieht der Erzähler die schöne Sara?
Schließlich muss diese Beziehung zwischen Erzähler und Fokalisator genauer gedeutet werden. Ich gehe von der Frage aus: "Wie sieht der Erzähler den Fokalisator, die schöne Sara?"
Als Leser sieht man schon bald, dass der Erzähler eine starke Sympathie für die schöne Sara hat. Er nennt sie auch "die schöne Sara", wie ihre Familie und Freunde das machen. Er beschreibt sie überdies als eine ungewohnte Schönheit. Was mir aufgefallen ist, ist der Kontrast zwischen der Rabbi und die schöne Sara. Der Rabbi wird bestimmt als ein guter Man, eine starke Figur - er ist das Haupt der Familie - und sehr hingebungsvoll. Er hat viele gute Qualitäten, aber die schöne Sara hat eine viel wärmere Persönlichkeit, obwohl sie ziemlich still ist. Sie spricht nicht viel. Ihre Worte kommen kaum in der direkten Rede vor.
Der Erzähler sieht Sara als eine merkwürdige Figur. Sogar sie ein weißes Kleid ohne Schmucke trägt, ist sie noch schöner als die andere Frauen. Diese einfache Kleidung bildet einen starken Kontrast zu die Kleider der Frauen Frankfurts. Diese Frankfurter Frauen sind nach der letzten Mode. Sie tragen viele Farben, man denke an Schnapper-Elle und ihre Kleidung. Oder die viele Reichtümer, die man in Frankfurt kaufen kann. Die schöne Sara wird klar von dem Erzähler als eine Sonderfigur betrachtet. Außerdem glaube ich, dass dieses weiße Kleid eine Hinweise ist nach das Himmlische. In dem "Rabbi von Bacherach" wird regelmäßig über Engel gesprochen, die auch oft stereotypisch in weißen Kleidern dargestellt werden. Überdies hat die schöne Sara eine Vision als sie über das Wasser fährt. Ich sehe da eine starke religiöse Konnotation. Schließlich hat Saras Name - sowie auch der Name Abraham - Beziehung auf der Bibel. Obwohl sie ein sehr wichtiges Kennzeichen teilen, nämlich die Kinderlosigkeit, sind sie doch sehr verschieden. Die biblische Sara ist eine viel stärkere Figur, die eine weniger warme Persönlichkeit als die schöne Sara hat. Ich vermute, dass der Erzähler versucht hat, eine neue Sara darzustellen, die viel menschlicher ist. Doch sehe ich eine Schwierigkeit. Manchmal bekommt man die Eindruck, dass die schönen Sara schwach sei. Diese Idee ist aber nicht richtig meiner Meinung nach. Das werde ich genauer erforschen in Bezug auf die direkte Rede.



i know it is really long, sorry :P
any proof reading help anyone can offer will be appreciated. thank you and have a good day !!
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